Archiv für Dezember 2006

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SAP Eckdaten

21.12.2006

Wir hatten im Zuge dieser Lehrveranstaltung bzw. Präsentation auch die Aufgabe, eine kurze Präsentation zu SAP vorzubereiten, in der wir die wichtigsten Eckdaten des Weltkonzerns darstellen sollten. Diese Präsentation könnt ihr euch hier herunterladen und ansehen.

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SAP – Der Weltmarktführer

20.12.2006

Zu guter Letzt hier noch einmal ein Rückblick auf die Firmenpräsentation von SAP, die zwar schon etwas länger her ist, aber trotzdem sehr interessant und aufschlussreich war. Man konnte von Anfang merken, dass SAP eine gewichtige Rolle im ERP Markt spielt, denn der Vortrag begann gleich einmal mit den Eckdaten der Systeme, Anwendungen und Produkte aus Walldorf, die für sich standen. Wir bekamen einiges an Balkendiagrammen und Statistiken zu sehen, wo SAP am Weltmarkt positioniert ist, wieviele Mitarbeiter sie angestellt hat, einen aktuellen Überblick der Marktanteile, und so weiter und so fort – nur um ein paar zu nennen. Aber der Beginn dieser Erfolgsgeschichte startete mit fünf ehemaligen Mitarbeitern von IBM, die sich 1972 zusammenschlossen und in Mannheim ihr erstes Büro eröffneten. Ihre damaligen Visionen und Ziele haben sich inzwischen zu außerordentlich beeindruckenden Zahlen gemaußert:

  • weltweit ca. 38.400 Beschäftigte
  • erwirtschafteter Umsatz 2005 von 8,512 (8.512.000.000) Mrd. Euro
  • mit einem Jahresüberschuss von 1,496 Mrd. Euro
  • 100.600 Installationen weltweit
  • zur Zeit ca. 36.200 Kunden
  • mit 12 Mio. Anwendern in über 120 Ländern
  • weltweiter Marktanteil von 21,7 % (im Vergleich Oracle als 2. mit 10%)

Wir kamen nicht drum herum zu erfahren, dass SAP der Marktführer im Bereich integrierter Businesssolutions im Bereich der Großbetriebe, Konzerne, usw. – zusammengefasst der BIG PLAYER – auf der Welt ist. Die Plattform SAP, die auf ABAP (einer von SAP entwickelten Programmiersprache) basiert, bietet eine schier grenzenlose Variationsvielfalt und kann auf alle möglichen Geschäftsprozesse angepasst werden. Der Kern von SAP R/3 basiert aber auf C++ und Assembler. Eine interessante Entwicklung wurde im Jahr 2000 hinzugefügt, nämlich die Erweiterung um die Progammiersprache Java. Denn seit diesem Zeitpunkt kann SAP nicht nur mittels ABAP erweitert und angepasst werden, sondern auch mittels Java, was natürlich eine sehr zukunftsträchtige Entscheidung gewesen sein dürfte.

SAP ist zwar uneingeschränkter Marktführer bei den “Großen” der Welt, möchte aber auch in dem immer lukrativeren Markt der KMUs eintreten und sich dort auch einen Teil des Specks abschneiden. Aus diesem Grund hat sich die Produktlinie von SAP in den letzten Jahren auch sehr stark in Richtung dieses Marktsegments entwickelt und bietet so auch in diesem Segment eine große Konkurrenz für andere Unternehmen. Eines dieser Unternehmen ist unter anderem Microsoft, mit dem wir uns sehr, sehr – wirklich sehr – ausführlich im SAP Vortrag auseinandergesetzt haben. Stein des Anstoßes war eine Äußerung der Microsoft Vertreter (hatten ihre Präsentation kurz vor der von SAP), die behaupteten, dass Microsoft in den nächsten 5 bis 10 Jahren Marktführer im Bereich der KMUs (weltweit) sein wird. Es war zwischendurch äußerst interessant, aber nicht wirklich hilfreich für unsere Aufgabe, den richtigen ERP Anbieter zu finden.

Aufgrund dieser Diskussion lag ein Schwerpunkt der Präsentation auch auf den Produktlinien, die SAP für den Mittelstand zur Verfügung stellt. Diese neuen Produkte basieren vollkommen auf der SAP Netweaver Technologie, die es nun ermöglicht, die früher eher monolithische, auf Modulen basierende R/3 Lösung, den immer komplexeren Umständen in den Unternehmen anzupassen. Die daraus entstandene Produktlinie nennt sich mySAP Business Suite, die alle nötigen Systeme wie ERP, CRM, SCM, SRM (Suppliere Relation Management) und PLM (Product Lifecicle Management) enthält. Und genau hier setzt die Netweaver Technologie an, um diese unterschiedlichen Komponenten miteinander zu vernetzen. Des weiteren gibt es sehr viele verschiedene Branchenlösungen von Kooperationspartnern der SAP, die sich auf die jeweiligen Unternehmensbereiche spezialisiert haben und Brachenspezifische Individuallösungen anbieten. Dies ist laut SAP auch der Trend in der Zukunft, weltweite und breitgefächerte Reseller- und Kooperationspartner zu gewinnen, die speziell angepasste Lösungen entwickeln und natürlich einsetzen und verkaufen. Auch hier gab es verschiedene Verbindungen zum Microsoft Vortrag, in dem sich ebenfalls dieser Weg als der wichtigste überhaupt für die Zukunft der ERP Anbieter im Mittelstand darstellen wird.

Zum Abrunden hier nochmals kurz alle verschiedenen Produktlinien, die SAP anbietet:

Unternehmenslösungen 

  • mySAP Business Suite
    Bestehend aus mySAP ERP, mySAP CRM, mySAP SCM, mySAP SRM und mySAP PLM
  • Duet
    Kooperation zwischen SAP und Microsoft zur besseren Einbindung von Office Produkten in SAP
  • SAP xApps
    Zur innovativen Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen

Geschäftslösungen

  • Governance, Risk and Compliance
    Für die strategische Steuerung von rechtlichen Aspekten und Risikomanagement zur Absicherung des Unternehmens. Vor allem auch ein Kontrollinstrument das mit dem Ansatz der Service Orientierten Architekturen umgesetzt ist
  • SAP Service and Asset Managment
    Für das Management von Serviceleistungen, Ersatzteilen sowie die Instandhaltung und den Betrieb von Anlagen
  • Lösungen für den Mittelstand
    mySAP All-in-One und SAP Business One stellen hier die Vertreter der SAP im Segment der KMUs dar. Diese gelten als Branchenlösungen und bieten eine Vereinheitlichung unter dem Netweaver Standard von SAP.

Es war im Großen und Ganzen ein wirklich interessanter Vortrag, der zwischendurch vielleicht etwas vom Thema abkam und sich in angeregten Diskussion widerspiegelte, was den Ermüdungserscheinungen natürlich etwas entgegensetzte und somit auch etwas erfrischend wirkte. Zusammenfassend kann man sagen, dass SAP sich sehr bemüht, auch im Mittelstand fußzufassen und so wie es derzeit aussieht auch sehr erfolgreich dabei ist. Die neuesten Bilanzkorrekturen nach unten, die in letzter Zeit für Aufsehen sorgten, werden SAP sicherlich nicht daran hindern, die Goldgrube KMU abzuschöpfen. Mit der bereits in Amerika eingeführten neuesten mySAP Business Suite geht SAP auf jeden Fall einen enormen Schritt in Richtung Marktführerschaft im Mittelstand und wird das auch Mitte des Jahres in Österreich mit der Einführung der neuen mySAP Business Suite machen. Anzumerken sei hier vielleicht noch, dass SAP ja zu 62% seinen Umsatz mit Beratung und Wartung macht. Aus diesem Grund ist der Mittelstand umso interessanter, da er sich von der Anzahl der Unternehmen als sehr attraktiv herausstellt und somit mit Standardlösungen und eher geringerem Aufwand sehr viel Geld gemacht werden kann.

Für uns heißt das, dass die Entscheidung dadurch sicherlich nicht leichter wird, da SAP eine wirkliche Alternative zu den anderen Anbietern ist und für die Zukunft sicherlich die Sicherheit bietet, die wir uns wünschen!

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ERP – SAP

14.12.2006

Vor einigen Wochen hat die Vorlesung ERP-SAP begonnen, die in unserer Gruppe von Herrn Mag. Erwin Mariacher gehalten wird. Am Beginn der Veranstaltung beschäftigten wir uns ziemlich intensiv mit dem theoretischen Teil, dh. wir wiederholten noch einmal sämtliche Informationen, die wir bereits über ERP-Systeme wussten, lernten allerdings auch viele neue Begriffe kennen.

Beim zweiten Termin starteten wir bereits mit dem praktischen Teil. Wir arbeiten in dieser Vorlesung mit dem R/3 -System von SAP. Dieses System ist für einen Betrieb auf Client-/Server-Basis konzipiert. Das R steht für realtime und die 3 steht für die drei Ebenen, die das System umfasst, die da wären: Datenbankschicht, Applikationsschicht, Präsentationsschicht. R/3 ist der Nachfolger von R/2, welches eher für den Großrechner-Betrieb geeignet ist. Der Nachfolger von R/3 wiederum ist mySAP ERP. Das von uns verwendete System, für das wir alle einen eigenen Account bekamen, erlaubt die Abwicklung folgender Aufgaben:

  • Rechnungswesen
    • Buchhaltung
    • Anlagenbuchhaltung
    • Controlling
  • Logistik
    • Materialwirtschaft
    • Produktion
    • Instandhaltung
    • Logistics Execution Systems
    • Vertrieb
    • Qualitätsmanagement
  • Personalwirtschaft
    • Organisationsmanagement
    • Personaladministration
    • Personalzeitwirschaft
    • Personalabrechnung

Momentan sind wir dabei einen Beschaffungsprozess durchzuspielen. Zu Beginn legten wir einige Lieferanten und 2 verschiedene Materialien an (= Stammdaten). Anschließend ging es weiter mit der Bestellanforderung, der Anfrage und dem Angebot einschließlich Preisspiegel (Absage, Zusage). Danach gaben wir noch eine Bestellung auf. Bei unserem nächsten Termin am 15.12.06 werden wir diesen Prozess abschließen, dh. den Wareneingang, den Rechnungseingang und den Zahlungsausgang behandeln.

Wie aus diesem Beitrag nun ersichtlich ist, würde sich SAP gut für unser Unternehmen JBBM eignen. Daher wird SAP sicherlich bei der Auswahl eines für uns idealen ERP-Systems miteinbezogen werden und wahrscheinlich auch eine wichtige Rolle spielen.

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Vergleich B2B

07.12.2006

Im Rahmen der Lehrveranstaltung ERP SAP war es Aufgabe bis heute einen B2B-Prozess durchzuspielen. Mit dem Hintergrund, dass wir am SAP-System den Beschaffungsprozess durchgespielt haben, galt es herauszufinden was das entsprechende Pendant beim anderen Unternehmen, sprich dem Verkäufer ist. Diese Aufgabe kurz zusammengefasst kann man aus folgender Präsentation entnehmen: b2b.pdf

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Strategische Steuerung

06.12.2006

Wie wir bereits in ERP-Systeme bei Herrn Prof. Litke gehört haben, ist ein wesentlicher Bestandteil eines ERP-Systems das EIS (Executive Information System), das dem TopManagement v.a. bei strategischen Entscheidungen unterstützen sollen.
Im Zuge unserer Lehrveranstaltung ERP-SAP ist das Stichwort “strategische Steuerung” gefallen, zu dem wir aufgerufen waren kurz und bündig eine Sammlung wichtiger Aspekte, welche uns bei diesem Stichwort einfallen, in eine kleine Präsentation zu verpacken. Natürlich stellten wir uns gerne dieser Herausforderung und hier ist unser kleines, aber feines Werk zu betrachten: Strategische Steuerung

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Die Schnittstellen zwischen den Abteilungen

05.12.2006

Wie aus unserem Firmenprofil ersichtlich besteht unsere Firma mehrere Abteilungen:

  • Einkauf / Logistik
  • Produktion
  • Verkauf / Vertrieb
  • Finanz / RW (inkludiert Human Ressource Management)

Diese Abteilungen sind zwar zum größten Teil autonom in ihrer Funktionsweise, allerdings sind sie auch voneinander abhängig bzw. benötigen Informationen von einander. Somit gibt es eine zwingbare Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, um einen einwandfreien Ablauf vom Auftrag über die Beschaffung, die Produktion bis schlussendlich zur Auslieferung des Produkts zu gewährleisten. Natürlich existiert neben den wertschöpfungsbedingten Prozess auch der Prozess der Finanzbuchhaltung, welche den Verpflichtungen der Kostenrechnung, Personalverrechnung sowie der gesetzlichen Verbindlichkeiten wie Bilanzierung bzw. GuV nachkommt.

Um einen kleinen Überblick zu schaffen folgt eine Skizze, welche einen Abriss der Schnittstellen zwischen den Abteilungen beschreibt:

Schnittstellen zwischen den Abteilunge (c)Dr.Litke

Wie aus der Skizze ersichtlich ist die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sehr umfangreich und komplex und bis jetzt nur mit sehr hohem Bürokratie-Einsatz überwältigbar gewesen. Diese Ausgangssituation schreit regelrecht nach einem integrierten ERP-System, in dem dann alle Abteilungen, ihre Aufgaben und vor allem die Schnittstellen bzw. Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen abbilden können.

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ERP Systeme – Die Klausur

04.12.2006

Ende November hatten wir die 4. und 5.Einheit mit Herrn Dr. Litke und somit die Lehrveranstaltung ERP-Systeme beinahe abgeschlossen: Es fehlte nur noch die Klausur, die Freitag (01.Dezember) letzter Woche über die Bühne ging. Spätestens seit diesem Tag besitzen wir das theoretische Grundverständnis von ERP-Systemen, dass wir hier nochmals kurz zusammenfassen möchten.

Begonnen haben wir mit einer Einführung, die einerseits die Begriffe Integration bzw. der spezielle Fall der Integration von Anwendungssystemen und andererseits auch den Begriff ERP  in seinen Ausprägungen ERP I bzw. II erklärt hat sowie einem kurzen Abriss der Geschichte von ERP.

Als nächstes haben wir uns die Arbeit von Managern angesehen, die zu 80% aus Kommunikation besteht, sowie die entsprechenden Managementphasen. Wir sind dort zum Schluss  gekommen, dass Information und Kommunikation im Management von größer Bedeutung ist und die Reaktionszeiten immer geringer werden. Dies erfordert eine gute Aufbereitung und Präsentation nicht von Einzelposten, sondern von Kombinationen bzw. aggregierte Informationen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings nicht, dass genau das dann die Überleitung zum EIS bzw. Data Warehouse ist.

Das nächste auf unserem Programm war der historische Ansatz des Management Informationssystem (kurz MIS), welches in den 60er Jahren aufkam, aber aufgrund er hohen Forderungen (zB. Total Systems Approach) noch im selben Jahrzehnt scheiterte. Unsere nächste Station war das große Konstrukt des Führungsinformationssystem (FIS) mit allen seinen Ausprägungen und Stufen:

  • Management Reporting System (MRS)
    • Das MRS stellt eine Auswertung der TPS dar und sind somit operative, funktiona-orientierte Berichts- und Kontrollsysteme für das operative und mittlere Management.
  • Decission Supporting System (DSS)
    • DSS unterstützt den Manager wie der Name schon sagt im Planungsprozess bzw. dort im Entscheidungsprozess und dort vor allem in schlecht-strukturierten Situationen.
  • Executive Information System (EIS)
    • Als EIS können wir nun, dass sehen was wir vorhin für die Arbeit des Managers verlangt haben und zwar aktuelle entscheidungsrelevante interne und externe Informationen (tlw. grafisch veranschaulicht) mit dem Hintergrund der kompakten aggregierten Sicht auf die vom Manager verlangten Daten. War eigentlich nur für das Top-Management und somit für das strategische Vorhaben gedacht, ist mittlerweile allerdings Everybody’s Information System.
  • Expertensystem (XPS)
    • XSP ist ein Softwaresystem, welches die Fähigkeit der Problemlösung eines menschlichen Experten in spezifischen Fällen annähernd hat und somit dem Management eine softwaremäßige Expertenmeinung zur Verfügung stellt.

sowie den Zusätzen:

  • Transactional Processing System (TPS)
    • TPS entspricht einer operativen Datenbank
  • Office Automation System (OAS)
    • OAS unterstützen einerseits die individuelle Aufgabenerfüllung sowie die Zusammenarbeit bzw. Kommunikation mit anderen Mitarbeitern – Stichwort: groupware.

Diese Ansätze sind zwar schön und gut, aber all diese Ansätze benötigen eines: Daten. Darum beschäftige uns als nächstes einerseits die Speicherung und andererseits der Zugriff auf die Daten und erreichten somit das große Thema des Data Warehousing.

Ein Datawarehouse kann als spezielle Datenbank gesehen werden oder genauer gesagt ist es eine themenorientierte, integrierte, beständige, zeitlich variante Sammlung von Daten zur Unterstützung des Management. Das wichtige daran ist, dass die Daten immer einheitlich gespeichert sind und aus einer langen Serie von Unternehmensdaten zu bestimmten Zeitpunkten (snapshot data) bestehen.

Ohne darauf näher einzugehen, haben wir auch folgende Begriffe im Rahmen DWH besprochen und erklärt:

  • Online Analytical Processing (OLAP)
  • DataMarts
  • DataMining
  • sowie die 5schichtige FIS-Architektur an

Somit war der theoretische Teil überstanden, der allerdings 4/5 der Zeit in Anspruch genommen hat und wir kamen zu einem kleinen praktischen Beispiel. Das Management eines Zeitschriftenverlags möchte ein Vertriebsinformationssystem etablieren, mit dessen Hilfe er die Absatz- und Umsatzkennzahlen einsehen kann. Weiters ist ein Reportingsystem sowie ein System der Auswertung geplant.

Unsere Aufgabe dabei war die konzeptionelle Realisierung, d.h. ein passendes ER-Modell zu erstellen. Aus den erhaltenen Entitäten generierten wir ein Dimensionsmodell mit entsprechenden Fakten und beschrieben die Attributhierarchien der Dimensionen. Das erhaltene Dimensionsmodell stellten wir im Star-Schema da unt entwickelten entsprechende Tabellen für die Dimensionen und auch für die Fakten.

Dieses abschließende kleine Beispiel ließ vermuten wie groß der Aufwand (Zeit und Ressourcen) ist ein entsprechendes System in der Wirklichkeit zu realisieren und wir erhielten einen kleinen praktischen Einblick in die Materie.

Abschließend ist zu sagen, dass diese Lehrveranstaltung sehr viel (trockenes) Theoriewissen mit sich gebracht hat und daher größtenteils sehr mühsam war. Allerdings ist dieses Backgroundwissen sehr nützlich für den gesamten ERP-Bereich und somit kam (etwas) Licht in diese unüberschaubar-geglaubte Materie.

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Präsentation Microsoft

03.12.2006

Nach unserem 3-wöchigen Betriebsurlaub melden wir uns nun zurück in alter Frische! Heute starteten wir gleich mit einer Firmenpräsentation.

MICROSOFT – Your potential. Our passion.

Unter diesem Motto präsentierten uns Herr Christian Hrubesch und Herr Martin Runge die 4 verschiedenen Partner-ERP-Lösungen von Microsoft:

  • Microsoft Dynamics AX (Axapta)
  • Microsoft Dynamics NAV (Navision)
  • Microsoft Dynamics SL (Solomon)
  • Microsoft Dynamics GP (Great Plains)

sowie:

  • Microsoft Dynamics CRM

Es wird zwar ebenfalls unter dem Begriff Dynamics geführt, ist allerdings als einziges Produkt selbst von Microsoft entwickelt worden und unterstützt Unternehmen bei der Optimierung ihrer kundenorientierten Geschäftsprozesse, eben Costumer Relationship Management (CRM). Laut Microsoft profitieren Marketing, Vertrieb und Service von dieser durchgängigen Lösung, die schnell einsetzbar, flexibel anzupassen und wirtschaftlich zu pflegen ist. Hervorzuheben ist die Integration in die vertraute Arbeitsumgebung von Microsoft Office Outlook, da dieses System schon weitläufig bekannt ist.

Nun aber zu den 4 ERP-Systemen von Microsoft:

Wie aus den unterschiedlichen Firmennamen abzulesen, sind diese 4 Systeme davor eigenständige Unternehmen gewesen, die von Microsoft zum Zwecke der Eroberung des ERP-Marktes (zusammen-)gekauft wurden und nun offiziell als Microsoft-Partner dienen. Dabei sind die Systeme SL und GP spezifisch für den amerikanischen Markt, die anderen beiden (AX und NAV) für den europäischen Markt.

Auf die Fragen nach der Sinnhaftigkeit 4 verschiedene ERP-Systeme einzukaufen, wurden uns folgende teilweise durchaus logische Antworten präsentiert:

  • Somit hat man Systeme sowohl für den amerikanischen wie auch für den europäischen Markt
  • Navision (NAV) hat bereits kurz vor der Microsoft-Übernahme Axapta (AX) eingesackt.
  • Alle 4 Systeme sind weitläufig verbreitet und haben schon einen großen Kundenstock, an dem Lizenzgebühren zu verdienen sind.
  • Man hat auf einen Schlag gleich ein mittelgroßes Stück vom ERP-Kuchen-Markt eingekauft.
  • Man kauft nicht nur ein Unternehmen, sondern auch gleich eine Programmierabteilung mit ERP-Fachkräften, die heutzutage schwer zu finden sind.

Aber was ist nun das Ziel der Firma Microsoft auf dem ERP-Markt:

Microsoft möchte natürlich positiv wirtschaften und da sie laut eigenen Angaben seit heuer in den schwarzen Zahlen sind, scheint dies schon einmal aufzugehen. Da Großunternehmen fast ausschließlich auf SAP setzen, hat Microsoft die Nische der KMUs (Klein und Mittelbetriebe) für sich entdeckt und möchte hierbei mittelfristig in den nächsten 5 Jahren zum Marktführer avancieren. –> Sei mal so dahingestellt.

Ihr größtes Ziel ist dabei bis ca. 2011 die 4 Systeme zu vereinen und das jeweils Beste aus den 4 Systemen zum Produkt Microsoft Dynamics zusammenzufassen. Dies soll allerdings nicht adhoc passieren sondern eben über 5 Jahren, in denen die einzelnen Systeme unabhängig voneinander in diese Richtung weiterentwickelt werden und auch alle 2 Jahre eine neue Release herauskommen soll.

Das Ziel der Weiterentwicklung der Systeme beschreibt am besten folgende Grafik:

In Worten: Microsoft möchte die bereits sehr bekannte Funktions- und Arbeitsweise sowie das GUI der Office-Applikationen auf die bzw. das ERP-System übertragen, da Office sehr bekannt und global eingesetzt wird. Außerdem wird auch Office in diese Schiene weiterentwickelt und wird neben den bisherigen Funktionen auch das Reporting für das ERP-System übernehmen. Weiters werden die ERP-Systeme auf das Betriebssystem optimiert und eine einwandfreie Zusammenarbeit zu gewährleisten und wo würde das wohl besser gehen als direkt bei Microsoft, dem Hersteller des am weitesten verbreitetsten Betriebssystem Windows in seinen Ausführungen.

Der Ansatz soll dem User die Anwendung von Microsoft Dynamics erleichtern und dabei sämtliche ERP-Funktionen übernehmen. Wie gesagt wird diese Anpassung schrittweise in 1-2 Releases erfolgen und dann ca. 2011 in der Zusammenfassung der Systeme gipfeln.

Da die Präsentation eher einer Werbeveranstaltung für Microsoft-Produkte mit teilweise strategischen Absichten der Firma Microsoft entsprach, anstatt uns mit den KeyFacts der für uns relevanten ERP-Systeme (–> Dynamics NAV) zu füttern, ist es für uns nicht möglich aufgrund der Präsentation zu sagen, ob das System für unsere Anforderungen passen würde. Gottseidank haben wir auf der Systems den Stand von Navision besucht und konnten uns dort eine Meinung bilden.

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