Archiv für 20. Januar 2007

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Anbieteranalyse SAP

20.01.2007

SAP® wurde 1972 von fünf ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Aktiengesellschaft von einem regionalen Softwarehersteller zum weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware.

  • American Express
  • Apple
  • Coca-Cola
  • Disney
  • Kellosgg’s
  • McDonald’s
  • Sony

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der langen Kundendatenbank von SAP, welche 35.000 Firmen in mehr als 120 Ländern auflistet. Von den 1.000 größten Unternehmen der Welt nutzen 75% Unternehmenslösungen von SAP.

Von den zwei Produkten des Marktführers, welche für einen mittelständischen Produktionsbetrieb, wie es JBBM ist, passen würden, wurde uns von mehreren Beratern auf der Systems 2006 besonders SAP® Business One nahe gelegt.

SAP® Business One:
Es handelt sich hierbei um ein integriertes und kostengünstiges ERP-System, das speziell auf die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen zugeschnitten wurde.

Doch ob sich Business One wirklich für unser Unternehmen eignet, wurde anhand einer Nutzwertanalyse von uns festgestellt:
Die schon früher von uns festgelegten Kriterien wurden je nach Wichtigkeit gewichtet. Nun wurden die einzelnen Anbieter nach diesen Kriterien beurteilt. Wir verwendeten eine Skala von 1 bis 5, wobei 5 die Maximale Punktzahl ist.

Kriterium

Gewichtung Punkte

Gesamt

Funktionaler Abdeckungsbereich 25 5 125
Benutzerführung/Systemergonomie 15 2 30
Fachkompetenz des Anbieters 10 5 50
Moderne und zukunftsweisende Technologie 10 3 30
Eignung des Systems für KMU/Mittelstand 20 1 20
Richtiges Kosten-Nutzen-Verhältnis 0   0
Referenzen bei anderen Unternehmen 5 5 25
Technologische Plattform 15 5 75
Branchenkompetenz des Anbieters 20 5 100
Überlebensfähigkeit des Anbieters 15 5 75
Altes System des Anbieters wurde bereits genutzt 5 1 5
Einhaltung des Projektbudgets 0   0
Emotionale Gründe 20 3 60
Attraktive Zusatzleistungen 10 2 20
Einhalten der Terminvorgaben 0   0
Ausreichende Verfügbarkeit von Ressourcen 0   0
Überzeugende Projekteinführungsmethoden 10 5 50
Günstige Betriebskosten 0   0
Stellung des Anbieters als Marktführer 5 5 25

Obwohl SAP sehr gute Referenzen hat und als Marktführer in der Branche einer der Favoriten für uns war, zeigt die Nutzwertanalyse, dass das Produkt für unsere speziellen Anforderungen nicht hundertprozentig geeignet ist.

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Anbieteranalyse – Semiramis

20.01.2007

Wir alle kennen Semiramis aus den Schlagzeilen Ende Oktober, als bekannt wurde, dass der Pleitegeier über dem Unternehmen kreiste. Die Insolvenz durch einen neuen Investor abgewendet, präsentiert sich das Produkt selbst von einer ganz anderen Seite: jung, frech, neuartig.
Da das Produkt von 0 weg programmiert worden ist, wurden die damaligen Trends berücksichtigt, die schon voll und ganz auf Java zeigten. Somit wurde das System in Java programmiert, was den Vorteil der Plattformunabhängigkeit mit sich brachte. Die Sympathiewerte einer Tiroler Firma mitgenommen entwickelte sich ein freches, kleines aber anspruchvolles Pogramm, dass sich in der Anwendung nicht so starr und rustikal wie SAP zeigte. Durch nun zu einigen Hard Facts, bezogen auf unsere Anforderungen:

  • Es ist geeignet für Blech- und Metallverarbeitung
  • ist eine SOBA (Service Oriented Business Application), die sich nach den Geschäftsprozessen richtet und nicht umgekehrt
  • hat starke Partner und ein breites Schulungsprogrammangebot
  • Breite Palette an Funktionen
  • Mehrmandantenfähig

um nur ein paar Vorteile zu nennen.

Tja nun mussten wir noch die Hülle an Informationen anhand der umfassenden Unterlagen bearbeiten und bewerteten die für uns gewichteten Anforderungen wie folgt:

Nutzwertanalyse Semiramis

Das Ergebnis war für uns keinesfalls überraschend, da wir Semiramis bereits im Vorhinein sehr stark eingeschätzt hatten, dass es allerdings als Sieger aus der Nutzwertanalyse hervorgeht, hätten wir nicht gedacht. Nichtsdestotrotz glauben wir an unser Ergebnis und von den letztjährigen Finanzproblemen abgesehen, scheint dieses System das ideale für unser Unternehmen zu sein.

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Anbieteranalyse: Microsoft Dynamics

20.01.2007

Im Zuge unserer Nutzwertanalyse haben wir die Aufgabe erhalten, jeden einzelnen Anbieter, den wir in die engere Auswahl gezogen haben, einer Anbieteranalyse zu unterziehen. Dieser Eintrag setzt sich mit den Produktlinien von Microsoft auseinander, genauer gesagt den Microsoft Dynamics Produkten. Um einen Anfang zu finden, werden hier alle Produkte kurz skizziert um einen Überblick zu geben, um anschließend auf den Zielmarkt von Microsoft’s ERP Lösungen einzugehen. Zum Schluss wird Dynamics dann noch auf unsere Anforderungen hin genauer unter die Lupe genommen, um zu sehen, inwieweit eines der Microsoft Produkte für den Einsatz in unserem Unternehmen in Frage kommt.

Überblick über die Microsoft Dynamics Produklinie:

  • Microsoft Dynamics NAV
    Dieses Produkte wurde von Microsoft aufgekauft und nach und nach in die Dynamics Produktlinie integriert. Es war vormals unter dem Namen Microsoft Business Solutions Navision bekannt und steht nunmehr in der Version 4.0 zu Verfügung, mit neuem Namen! Da Navision von einem europäischen Softwarehersteller stammt, ist NAV auch vorwiegend in Europa im Einsatz. Das Produkt konzentriert sich vorwiegend auf den Mittelstand und kleinere Unternehmen und bietet mit seiner Office-ähnlichen Oberfläche ein kompaktes Produkt.
  • Microsoft Dynamics AX
    Auch dieses Produkt wurde nicht von Microsoft selbst entwickelt, sondern wurde im Prinzip aufgekauft, nämlich hat Navision kurz vor der Microsoft Übernahme Axapta aufgekauft. Somit existieren zur Zeit noch beide Produkte parallel in der Microsoft Dynamics Produktlinie. Zuvor hieß es jedoch Microsoft Business Solutions Axapta und stammt ebenfalls aus dem europäischen Raum, weshalb es auch vorwiegend in Europa zum Einsatz kommt. AX befindet sich ebenfalls wie NAV in der Version 4.0 und wurde von der Oberfläche her auch sehr an die Microsoft Office Produktline angepasst um so den Einstieg für die Benutzer zu erleichtern. Ebenfalls wie NAV ist AX für den Mittelstand entwickelt, bietet aber vielseitigere Ausbaumöglichkeiten und kann auch für “kleinere” Großunternehmen eingesetzt werden. Es überzeugt vor allem durch seine zukunftsorientiere Architektur!
  • Microsoft Dynamics CRM
    Die Customer Relationsship Lösung von Microsoft besteht eigenständig und muss zu den oben genannten Produkten zugekauft werden. Microsoft verfolgt hier also eine eigene Schiene mit diesem Produkt um den immer wichtiger werdenden Kundensektor zu bedienen. CRM besteht zur Zeit in der Version 3.0 und bietet vor allem große Vorteile in der Integration von Office Produkten, es wurde maßgeschneidert für das neue Microsoft Office 2007, vor allem aber ist es sehr nützlich im Einsatz mit Outlook, da Kundenmanagement direkt auch Kundenkontakt bedeutet und diese beiden Produkte so, perfekt aufeinander abgestimmt sind.
  • Microsoft Dynamics GP
    Wie alle zuvor erwähnten ERP Lösungen wurde auch GP von Microsoft aufgekauft, und zwar von der Firma Great Plains, die aus dem angloamerikanischen Raum stammt. Aus diesem Grund wird GP auch hauptsächlich in Übersee verwendet und auf der deutschen Homepage von Microsoft Dynamics nicht einmal erwähnt. GP bietet ein breites Spektrum an Finanzlösungen und Analyse Werkzeugen, vor allem für Produktionsbetriebe ist es sehr interessant, da es auch auf dieses Segement des Marktes ausgerichtet ist. Wie auch alle anderen Lösungen von Microsoft ist es mit der Aufnahme in die Dynamics Produktlinie grundlegend an die Microsoft Bentzeroberfläche angepasst worden und bietet auch die bekannten Integrationsmöglichkeiten für die Office Produkute von Microsoft.
  • Microsoft Dynamics SL
    Auch dieses Produkt wurde von Microsoft aufgekauft und hieß zuvor Microsoft Business Solutions Solomon. Die Firma Solomon stammte auch aus dem angloamerikanischen Raum und so ist dieses Produkt in Europa kaum bekannt und wird vor allem in Amerika in Kleinbetriebe eingesetzt. Es bietet die Grundlegenden Funktionen um Prozesse bzw. Arbeitsabläufe in einem Unternehmen abzubilden und mit anderen Anwendungen zu verknüpfen. SL hat sich auf Betriebe die sehr Projektorganisiert arbeiten spezialisiert und bietet sehr gute Funktionen im Bereich Servicefunktionen und Distributinosmanagement, ist also für sehr kundennah agierende Klein- bis Mittelunternehmen konzipiert.

Wie man bis jetzt schon erkennen kann, hat sich Microsoft mit seiner Dynamics Produktlinie vorwiegend auf den Mittelstand und Kleinunternehmen spezialisert. Vor allem durch seine bekannte Oberfläche und die gute Iamntegration der Office Produktfamilie stellt Dynics eine echte Konkurrenz für den Rest des Marktes dar. Dies ist auch das erklärte Ziel von Microsoft, in fünf bis zehn Jahre Marktführer in diesem Kundensegment zu sein. Aus diesem Grund setzt Microsoft alles daran, ein perfektes Netz an Vertriebspartnern aufzubauen, um so eine möglichst breite Basis für den Verkauf bzw. Vertrieb seiner Produkte zu haben. Weiters möchte Microsoft bis zum Jahr 2011, also in 4 Jahren, die vielen verschiedenen Lösungen zusammenfassen und unter Microsoft Dynamics anbieten. Dazu werden laut Microsoft die besten Ansätze aus allen aufgekauften ERP Lösungen herausgespickt und in einem Produkt vereinigt. Also lassen wir uns überraschen wie gut das Microsoft gelingt.

Microsoft für JBBM? 

Für die Microsoft Produkte spricht auf jeden Fall die Benutzerfreundlichkeit und die bekannte Oberfläche aus den Office Produkten, weiters natürlich die nahezu perfekte Integration der anderen Microsoftprodukte, die im täglichen Unternehmensbetrieb natürlich ständig zum Einsatz kommen. Neben diesen Kriterien haben wir natürlich noch einige andere herangezogen, die wir im folgenden Diagramm kurz darstellen möchten:

Nutzwertanalyse Microsoft Produkte

Wie man sehen kann, überzeugte Microsoft vor allem bei der Benutzerführung, der Eignung für das Segment der KMU’s und der Überlebensfähigkeit des Anbieters. Von der Funktionalität her kann Microsoft nicht ganz mithalten, da es nicht so einfach individuell angepasst werden kann wie zum Beispiel Semirarmis oder SAP. Weiters muss es auch separat auf jedem Client installiert werden, das komplette System, was für uns nicht gerade der Idealfall ist.

Alles in allem hat Microsoft aber eine anschauliche Produktpalette die, wenn sie zusammengeführt wird sicherlich der Konkurrenz mehr zusetzen wird als das zur Zeit der Fall ist. Für uns wird Microsoft’s Dynamics deshalb nur eine Alternative bleiben und nichts darüber hinaus.

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