
Reflexion
21.01.2007Ziel dieser Reflexion ist es zu beschreiben, wie es unserer Gruppe mit diesem Projekt ergangen ist, was gut lief und worin unsere Probleme bzw. Schwierigkeiten lagen.
Die Situation:
Am Montag, den 2. Oktober 2006, bekamen wir in der Vorlesung “Business Solutions” die Aufgabe, uns in Gruppen zu formieren und uns ein (fiktives) Unternehmen auszusuchen, wo wir innerhalb eines Semesters ein ERP-System einführen sollten. Natürlich wusste kaum jemand von uns näher über Enterprise Resource Planning – Systeme bescheid, was sich aber nach und nach ändern sollte, da wir im Laufe des Semesters viele verschiedene Vorlesungen und Präsentation über solche Systeme besuchten. Die einzelnen Gruppen (in unserem Fall: Julia Knapp, Benjamin Kehrer, Bernhard Hofer, Schallhart Manuela) sollten sich ein Unternehmen aus folgenden Bereichen auswählen: öffentliche Körperschaft, mittelständiges Produktionsunternehmen, Industrie, Handelsunternehmen oder Dienstleistungsunternehmen. Wir entschieden und für zweiteres und wählten ein fiktives, mittelständiges Produktionsunternehmen (JBBM), das sich auf die Produktion von Designertischen spezialisiert hat (näheres dazu im Firmenprofil). Nachdem wir in der nächsten Vorlesung unsere Unternehmen kurz präsentierten, ließen uns Herr Mirski und Herr Kilian mit der Aufgabe ziehen.
Der Verlauf:
In unserem Unternehmen JBBM befindet sich alles unter einem Dach. Wir verfügen über ca. 50 Mitarbeiter, die zur Zeit ein PPS-System verwenden (viel Zettelwirtschaft). Wir teilten nun die Rollen innerhalb unseres Teams wie folgt auf:
- Julia Knapp (Projektleiterin): Finanz/RW (einschl. Human Resource)
- Benjamin Kehrer (Projektleiter-Stv.): Produktion
- Bernhard Hofer: Einkauf/Logistik
- Manuela Schallhart: Verkauf/Vertrieb
Wir entschlossen uns dazu, keine eigene IT-Abteilung zu integrieren, da uns das viel zu teuer kommen würde. Deshalb entschlossen wir uns dazu, diese Abteilung auszulagern und einer Partnerfirma zu übergeben.
Voller Euphorie starteten wir nun also unsere Aufgabe, die außerdem die Projektdokumentation mittels eines WebBlogs beinhaltete. Noch im Oktober stellten wir unsere Abteilungen vor und die Aufgaben dieser.
Als wir erfuhren, dass wir am Nationalfeiertag nach München auf die Systems 2006 fahren würde, stieg unsere Begeisterung natürlich umso mehr. Wir nutzten die Gelegenheit voll aus und informierten uns dort über sämtliche ERP-Systeme, die auf dem Markt sind. Überrascht von dem vielfältigen Angebot, eilten wir von Stand zu Stand und ließen uns überall beraten. So erfuhren wir einige wertvolle Tipps und konnten uns schon einen kurzen Überblick verschaffen, was uns dieses Semester noch so erwartet. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für diesen eindrucksvollen Ausflug.
Im November stellte sich dann eine kleine Flaute ein (was wir mit unserem Betriebsurlaub entschuldigen möchten). Trotzdem veröffentlichten wir zu dieser Zeit unsere Case-Studies der einzelnen Abteilungen (also die typischen Prozesse, die sich in jeder Abteilung abspielen).
Der Dezember war geprägt von zwei wichtigen Präsentation (Microsoft und SAP) und zusätzlich noch von der ERP-Systeme-Klausur, die wir bei Herrn Dr. Litke schrieben. Außerdem begann in diesem Monat der äußerst spannende Unterricht mit Herrn Mariacher, der uns zwei Monate lang einen interessanten Einblick in der R/3-System von SAP gewährte. Weiters veröffentlichten wir unsere relevanten Schnittstellen zwischen den Abteilungen.
Da im Jänner der Termin des Projektabschlusses immer näherrückte, wurde es natürlich noch einmal stressig für uns (wie immer zu Ende eines Projektes). Wir definierten die generellen sowie abteilungsspezifischen Anforderungen an das ERP-System und führten eine kleine Vorauswahl der Anbieter durch. Der nächste Schritt sollte eine Nutzwertanalyse sein. Da wir nicht unbedingt viel darüber wussten, mussten wir uns zuerst einmal darüber informieren, worum es ging und was zu beachten ist. Dies wurde im Internet schnell herausgefunden und so konnten wir uns zusammensetzen und unsere relevanten Kriterien pro Anbieter gewichten. Anschließend wurde noch eine Zusammenfassung der anbieterspezifischen Nutzwertanalysen erstellt und grafisch untermauert.
Zu guter Letzt bloggten wir noch den Vorgang, der sich bei einem Veränderungsprozess in Hinsicht auf die Einbeziehung der Mitarbeiter, abspielt.
Mit dieser Reflexion sollte das Projekt nun zufriedenstellend abgeschlossen sein und der engültigen Präsentation am Montag dürfte nichts mehr im Wege stehen.
Noch zu erwähnen seien die wirklich interessanten Firmenpräsentationen, sowie der Ausflug in das CallCenter der Telekom Austria.
Alles in allem war dieses Projekt für uns eine tolle Erfahrung und wir sind mit dem Verlauf bzw. der Zusammenarbeit der Teammitglieder sehr zufrieden. Jetzt sind wir also nur noch gespannt, ob unsere Lektoren genauso begeistert sind wie wir!